Das Angebot an Wohnformen im Alter ist heute sehr vielfältig: Alterswohnungen mit und ohne Betreuung, Altersheime, Generationenwohnungen oder eine Alters-WG. Während traditionelle Pflegeeinrichtungen lange Zeit die Norm waren, entscheiden sich immer mehr Senioren für eine Senioren-WG Bauernhof Schweiz. Diese besondere Wohnform verbindet Gemeinschaft, Naturverbundenheit und aktive Teilhabe am Landleben. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, was eine Bauernhof-WG ausmacht, welche Vorteile sie bietet und wie Sie eine passende Senioren-WG privat finden oder selbst organisieren können.
Was ist eine Senioren-WG auf dem Bauernhof?
Das Konzept der Bauernhof-WG
Eine Senioren-WG Bauernhof Schweiz basiert auf dem Care Farming Konzept, das ursprünglich aus Belgien stammt und seit einigen Jahren auch in der Schweiz Fuss fasst. Bei dieser Wohnform leben ältere Menschen gemeinsam auf einem landwirtschaftlichen Betrieb. In ländlicher Umgebung mit Tieren zusammenleben und im Alltag gemeinsam anpacken gehört zum Alltag. Jede Person bringt sich dabei so ein, wie es ihr möglich ist.
Die Umsetzung erfolgt auf unterschiedliche Weise. Viele Höfe bieten flexible Modelle an: Einzelappartements mit eigenem Bad und Küche, Senioren-Wohngemeinschaften mit Gemeinschaftsräumen, getrennte Wohnbereiche für rüstige Senioren und Demenzkranke, Wohnen mit integrierter 24-Stunden-Betreuung oder Außenwohngruppen mit Pflegeanbindung. Der Umbau ehemaliger Stallungen oder Scheunen macht die Höfe zu barrierefreien Wohnorten mit ländlichem Flair.
Ein bekanntes Beispiel ist die Aemisegg in St. Peterzell SG, wo sechs Senioren in einem umgebauten Bauernhaus leben. Jeder hat sein eigenes Zimmer, während Badezimmer und Küche geteilt werden. Der Gemeinschaftshof Niederweningen bietet fünfzehn Wohnungen auf drei Stockwerken, die durch einen Lift erschlossen sind. Zum Gemeinschaftsteil gehören ein Bistro mit Küche, Werkräume und ein Gästezimmer.
Unterschied zu anderen Wohnformen im Alter
Der zentrale Unterschied liegt in der Philosophie: Auf einem Senioren Bauernhof steht nicht nur die Versorgung im Mittelpunkt, sondern das Leben selbst. Die Bewohner leben in einer kleinen Gemeinschaft mit viel Bewegung, Frischluft und sozialem Kontakt. Das Leben erinnert mehr an den Alltag in einer grossen Bauernfamilie als an den in einem sterilen Altersheim.
Der Gemeinschaftshof Niederweningen positioniert sich selbst als Alternative zwischen Eigenheim und einer konventionellen Einrichtung für alte Menschen. Er ist kein Alters- und Pflegeheim und bietet keine Langzeitpflege an. Ambulante Pflegeleistungen erbringt die Spitex oder sie werden privat organisiert. Bei Bedarf übernimmt ein Pflegedienst die Pflege.
Die Betreiber wollen den Bewohnern mehr Eigenständigkeit und Lebensqualität bieten, auch wenn sie gebrechlich oder dement sind. Bewohner können sich an den Arbeiten in Haus und Hof beteiligen, sich um die Tiere und den Garten kümmern. Diese sinnstiftenden Aufgaben bringen die Bewohner wieder in Schwung.
Wer lebt in einer Senioren-WG Bauernhof?
Angesprochen werden primär Menschen über sechzig, die in einer persönlichen Wohnung, aber auch in einer grösseren Gemeinschaft leben und sich aktiv daran beteiligen möchten. Die Wohnform eignet sich für Menschen, die ihre erworbenen und noch vorhandenen Fähigkeiten gerne zum Wohle Anderer einsetzen und einen Sinn im Dasein suchen.
Konkret passt das alternatives Wohnen auf dem Bauernhof Schweiz zu Menschen, die körperlich noch einigermassen mobil sind, Gemeinschaft lieben statt Isolation, Tiere mögen und Kontakt zur Natur suchen. Viele erinnern sich an ihre Kindheit auf dem Land und schätzen ein einfaches, aber erfülltes Leben. Sie wollen weiterhin Verantwortung übernehmen und empfinden Alltagsaufgaben nicht als Belastung.
Die Wohnform eignet sich nicht für Menschen, die bereits auf umfassende pflegerische Unterstützung angewiesen sind. Nach dem ersten Kennenlernen ist ein Kurzaufenthalt in der WG sinnvoll und hilft bei der Entscheidungsfindung.
Warum immer mehr Senioren das Landleben wählen
Die Entscheidung gegen ein traditionelles Pflegeheim und für das Leben auf einem Bauernhof trifft niemand ohne Grund. Verschiedene Faktoren spielen dabei eine Rolle, von der Sehnsucht nach Gemeinschaft bis zum Wunsch nach sinnvoller Tätigkeit.
Gemeinschaft und soziale Kontakte
Einsamkeit und Isolation stellen gerade im ländlichen Raum ein zunehmendes Problem dar. Die Integration älterer Menschen in die Dorfgemeinschaft nimmt mit zunehmendem Alter ab und ist im Falle der Pflegebedürftigkeit kaum mehr gegeben. Auf einem Senioren Bauernhof kehrt sich diese Entwicklung um. Über 20 Bewohner und Bewohnerinnen leben beispielsweise bei Guido und seiner Frau auf dem Bauernhof. Das Konzept schafft ein hohes Gefühl von Sicherheit und Gemeinschaft.
In kleinen Gruppen entsteht eine vertraute Atmosphäre. Das Gemeinschaftsleben fördert Gespräche, Austausch und Lebensfreude. Kleinere Gruppen schaffen Nähe und Vertrauen in der Pflege. Im ländlichen Raum ist es üblich, dass die Nachbarn einander unterstützen und ein Auge aufeinander haben. Diese enge Verbindung zwischen den Bewohnern schafft ein Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit.
Leben mit Tieren und Natur
Das Konzept verbindet Menschen, Tiere und Landwirtschaft. Diese Kombination hilft, Krankheiten, Sorgen und Einsamkeit zu vergessen. Die Tiere stärken das Wohlbefinden und Selbstwertgefühl der Bewohner, bauen Ängste ab und lösen Glücksgefühle aus. Bewohner fühlen sich besonders von den Tieren gebraucht und haben morgens einen Grund aufzustehen.
Die Nähe zur Natur bietet zahlreiche Gelegenheiten, sich an der frischen Luft zu bewegen. Spaziergänge, Radtouren oder Zeit im eigenen Garten fördern Erholung und Gesundheit nachhaltig. Grünräume sind hier kein Wochenendluxus, sondern Alltag. Frische Luft, Natur und Tiere wirken entspannend und aktivierend.
Aktiv bleiben durch Mitarbeit im Alltag
Auf einem Senioren-WG Bauernhof lebt niemand passiv vor sich hin. Jeder packt mit an: Stall ausmisten, Lebensmittel zubereiten, Tiere füttern, die Alpakas täglich auf die Weide bringen. Viele Bewohner helfen regelmäßig bei der Versorgung der Tiere, misten Ställe aus, sammeln Eier aus dem Hühnerstall oder helfen bei der Heuernte.
Tägliche Aufgaben wie Gartenarbeit oder Tierpflege geben Struktur und Sinn. Die Menschen folgen dabei ihrer eigenen Dynamik, ihren Gewohnheiten, Ritualen und Eigenarten und genießen ihre Freiheit. Diese Aufgaben schaffen Struktur, fördern die Bewegung und beugen Demenzsymptomen wie Orientierungslosigkeit oder Apathie vor.
Mehr Lebensqualität durch ländliche Ruhe
Weniger Verkehr, geringere Bevölkerungsdichte und mehr Grünflächen sorgen am Land für ein entspannteres Wohnumfeld. Diese Entschleunigung wirkt sich direkt auf Wohlbefinden und Lebensqualität aus. Das Leben auf dem Land ist von Natur aus ruhiger und entspannter. Ohne den Lärm und die Hektik der Stadt bietet das ländliche Umfeld eine friedliche Umgebung.
Viele ältere Menschen nehmen infrastrukturelle Ausstattungsdefizite ihres unmittelbaren Wohnumfeldes nicht in der Dramatik wahr, sondern kompensieren diese durch positiv erlebte naturräumliche Aspekte wie Ruhe, gute Luft, intakte Natur und Bergwelt. Es gibt hier keinen Stress, und die Menschen sind dankbar dafür.
Sinnvolle Beschäftigung im Alter
Alternatives Wohnen auf dem Bauernhof Schweiz bringt wieder Sinn in den Alltag. Viele Menschen möchten im Alter nicht allein, aber selbstbestimmt leben. Sie wollen noch im Leben stehen und etwas Sinnvolles tun. Senioren, die sich für das Leben auf einem Bauernhof entscheiden, suchen Geborgenheit, die Kraft der Natur, ein Landleben mit Tieren und vor allem ein Zuhause.
Das Konzept des Pflegebauernhofs geht auf: Die Warteliste ist lang und es gibt bereits einige Bauernhöfe, die das Konzept übernommen haben. Die Bewohner können einbezogen werden in das Bearbeiten des Honigs und Abfüllen der Gläser. Diese sinnstiftenden Arbeiten bringen die Senioren wieder in Schwung.
Der Alltag in einer Senioren-WG auf dem Bauernhof
Das ganze Jahr folgt einem natürlichen Rhythmus, besonders deutlich in der Landwirtschaft. Dieser Rhythmus prägt den Alltag in einer Senioren-WG Bauernhof und bietet Abwechslung durch die Jahreszeiten.
Tagesablauf und gemeinsame Aufgaben
Hühner füttern am Morgen, Kräuter für das Mittagessen aus dem Hochbeet holen und ein Spaziergang durch die Streuobstwiese am späten Nachmittag. In der Aemisegg in St. Peterzell SG sitzen Anita (70) und Paul (83) gemeinsam am Esstisch, schälen kiloweise Birnen und legen sie in Einmachgläser. Urs (57) sitzt daneben und schlürft seinen Kaffee. Eine Katze streift währenddessen den Anwesenden unter dem Tisch um die Beine und Margrit Knaus (54) rührt in der Küche nebenan in einem riesigen Topf, die Brillengläser vom heissen Dampf schon beschlagen. Das Leben erinnert mehr an den Alltag in einer grossen Bauernfamilie als an den in einem sterilen Altersheim.
Der Alltag bietet Abwechslung durch diesen Rhythmus und jeder Bewohner kann kleine Tätigkeiten übernehmen, die er sich selbst und nach eigenen Bedürfnissen und Fähigkeiten sucht. Im Haushalt hilft man sich und jeder tut, was er gerne macht und gut kann. Diese Aufgaben schaffen Struktur und beugen Demenzsymptomen wie Orientierungslosigkeit oder Apathie vor.
Einbringen nach eigenen Fähigkeiten
Beim Service-Wohnen sind die Menschen beim Einzug oft noch rüstig und möchten sich aktiv einbringen, sofern es entsprechende Möglichkeiten gibt. Vom Kehren des Hofs bis zur Versorgung von Tieren ist hier vieles denkbar. Urs hat im Sommer sogar wieder beim Heuen geholfen und im Winter fräst oder spaltet er Holz, damit die Gemeinschaft heizen kann. Unterdessen darf er auch wieder Auto fahren und chauffiert seine Mitbewohner, die nicht mehr fahren.
Die Tagesstruktur gestaltet sich entsprechend den eigenen Möglichkeiten und Vorlieben und wird dem Gesundheitszustand der Bewohner angepasst. Aktive ältere Menschen können beispielsweise die Kleintiere versorgen oder im Garten mithelfen. Aber auch Zeit für ein Gespräch zwischendurch und Sitzplätze, von denen aus man das Leben auf dem Hof beobachten kann, binden die Bewohner ein. Selbst wenn die eigenen Fähigkeiten nachlassen, bleibt die Einbindung in einen familienähnlichen Alltag mit der Möglichkeit der gegenseitigen Unterstützung bestehen.
Zusammenleben und gegenseitige Unterstützung
Jeder hat in dem grossen umgebauten Bauernhaus sein eigenes Zimmer, das Badezimmer sowie die Küche teilen sich die Bewohner. Dieses Miteinander fördert den Austausch. Der Alltag auf dem senioren Bauernhof bietet so immer wieder neuen Gesprächsstoff durch individuelle und gemeinsame Erlebnisse. Erforderliche Hilfestellungen, die bei der Bewältigung des Alltags benötigt werden, erhalten die Senioren durch einen Pflegedienst, der 24 Stunden am Tag vor Ort ist. Im Idealfall bietet die Gemeinschaft auf dem Hof eine Vertrautheit, die familiären Strukturen ähnelt.
Kosten und Finanzierung der Bauernhof-WG
Die finanzielle Seite spielt bei der Wahl einer Wohnform eine zentrale Rolle. Die Kosten für eine Senioren-WG Bauernhof Schweiz sind je nach Lage und Grösse des Hauses sowie des persönlichen Wohnraums unterschiedlich.
Wie setzen sich die Kosten zusammen?
Grundsätzlich setzt sich der monatliche Betrag aus mehreren Komponenten zusammen. Die Miete für ein WG-Zimmer bewegt sich zwischen 500 und 800 Euro. Dazu kommen Verpflegung und Gemeinschaftskosten von 200 bis 400 Euro. Ein konkretes Beispiel aus Basadingen im Thurgau zeigt monatliche Kosten von 1.100 Euro. Bei umfassenderen Angeboten liegen die Gesamtkosten zwischen 1.000 und 1.800 Euro monatlich, wobei Miete, Pflege und Mahlzeiten bereits inkludiert sind.
Falls eine 24-Stunden-Betreuung erforderlich wird, erhöhen sich die Kosten deutlich. Hier fallen ab 2.200 Euro pro Monat an, je nach Pflegegrad. Ambulante Pflegedienste rechnen über die Pflegeversicherung ab, was die finanzielle Belastung reduziert.
Finanzierungsmöglichkeiten und staatliche Unterstützung
Die Bewohner haben den gleichen Anspruch auf Pflegeleistungen wie Personen, die zu Hause gepflegt werden. Allerdings ist die Einstufung in einen Pflegegrad Grundvoraussetzung für mögliche Zuschüsse. Die Kosten entsprechen in etwa den üblichen Miet- oder Kaufpreisen am Wohnungsmarkt. Darüber hinaus kann man mit Zuschüssen rechnen, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind.
Die Pflegekasse beteiligt sich an vielen Kosten, weshalb eine frühzeitige Beratung sinnvoll ist. Bei unzureichenden Rentenbezügen und fehlendem Vermögen können Ergänzungsleistungen beantragt werden. Diese staatliche Unterstützung hilft, die Differenz zwischen Einkommen und tatsächlichen Kosten zu decken.
Vergleich zu anderen Wohnformen
Im Vergleich zu traditionellen Altersheimen zeigt sich ein deutlicher Kostenvorteil. Die durchschnittlichen monatlichen Kosten in einem Altersheim belaufen sich auf CHF 10.035. Gemäss Curaviva setzen sich diese aus Pension (CHF 4.124), KVG-Pflege (CHF 4.401), Betreuung (CHF 1.529) und übrigen Kosten (CHF 162) zusammen. Senioren-Wohngemeinschaften sind variabel und oft günstiger als andere Optionen. Alternatives Wohnen auf dem Bauernhof Schweiz bietet deshalb eine kostengünstige Alternative, vor allem wenn Angehörige zusätzlich unterstützen.
So finden Sie eine passende Senioren-WG auf dem Bauernhof in der Schweiz
Die Suche nach einer passenden Senioren-WG Bauernhof Schweiz erfordert etwas Recherche, denn diese Wohnform entsteht meist privat. Verschiedene Anlaufstellen und Kriterien helfen bei der Auswahl.
Wo gibt es Bauernhof-WGs in der Schweiz?
Konkrete Beispiele zeigen die Vielfalt dieser Wohnform. Die Aemisegg in St. Peterzell SG bietet Unterkunft, Gemeinschaft, Wärme und Arbeit in einem umgebauten historischen Gebäude. Der Gemeinschaftshof Niederweningen steht mitten im Dorf und bietet günstigen Wohnraum für Personen mit eher geringen Mitteln, die sich längerfristig in die Gemeinschaft einbringen wollen. Die Hofgemeinschaft Alma Verde in Herolfingen im Kanton Bern liegt vor den Toren des Emmentals und bietet drei Wohnplätze mit 24/7 Betreuung. Die WG Stocken in Schönengrund AR ist ein Bauernhof, wo sechs Menschen wohnen und arbeiten.
Hilfreich ist es, sich bei bestehenden Betrieben zu informieren. Adressen dazu gibt es bei den Anlaufstellen in den Bundesländern. Seniorenbeauftragte der Kommunen sind interessante Ansprechpartner, sowohl im Vorfeld als auch im laufenden Betrieb.
Worauf Sie bei der Auswahl achten sollten
Eine klare und offene Kommunikation erleichtert die Zusammenarbeit. Für die medizinische und pflegerische Versorgung ist eine Kooperation mit Pflegediensten, Ärzten, Apotheken und anderen medizinischen Einrichtungen vor Ort notwendig. Kontakte sollten früh genug geknüpft werden. Seniorenbeauftragte arbeiten mit sozialen und kirchlichen Einrichtungen sowie örtlichen Vereinen zusammen und erleichtern den Zugang zur Gemeinde.
Senioren-WG privat organisieren
Neben Begeisterung und Motivation braucht es klar durchdachte Strategien, Umsetzungspläne und fachkundige Beratung für das Gelingen. Senioren-WG Bauernhof kann je nach den Gegebenheiten vor Ort unterschiedlich umgesetzt werden. Die Erfahrung zeigt, dass Bauernhöfe bei professionellen Pflegekräften einen sehr guten Ruf als sinnstiftende Arbeitsplätze haben.
Alternatives Wohnen auf dem Bauernhof Schweiz
Care Farming Schweiz als Verein bietet Informationen über das Konzept. Bauernfamilien bieten Betreuungsplätze neu auch für ältere Menschen, nicht nur für Kinder, Jugendliche oder Behinderte. Der Alltag bekomme durch tägliche Aufgaben einen Sinn.
Fazit
Eine Senioren-WG Bauernhof Schweiz bietet eine wertvolle Alternative zum traditionellen Altersheim. Gemeinschaft, Naturverbundenheit und sinnvolle Aufgaben prägen den Alltag und steigern nachweislich die Lebensqualität. Gleichzeitig sind die Kosten oft deutlich niedriger als in konventionellen Einrichtungen.
Mehrere Höfe in verschiedenen Regionen der Schweiz setzen dieses Konzept bereits erfolgreich um. Wer körperlich noch mobil ist und das Landleben schätzt, findet hier eine lebendige Gemeinschaft mit echter Teilhabe.
Die Nachfrage steigt stetig, daher lohnt sich eine frühzeitige Recherche. Care Farming Schweiz und lokale Seniorenbeauftragte bieten kompetente Beratung und helfen bei der Suche nach einem passenden Wohnplatz.
FAQs
Q1. Was genau versteht man unter einer Senioren-Wohngemeinschaft auf dem Bauernhof? Eine Senioren-WG auf dem Bauernhof ist eine Wohnform, bei der ältere Menschen gemeinsam auf einem landwirtschaftlichen Betrieb leben. Jeder Bewohner hat sein eigenes Zimmer, während Gemeinschaftsräume wie Küche und Badezimmer geteilt werden. Die Bewohner können sich nach ihren Fähigkeiten am Hofleben beteiligen, etwa bei der Tierpflege oder Gartenarbeit. Diese Wohnform kombiniert selbstbestimmtes Wohnen mit Gemeinschaft und Naturverbundenheit.
Q2. Für welche Senioren eignet sich das Wohnen auf einem Bauernhof besonders? Das Leben auf einem Bauernhof passt zu Menschen über 60, die körperlich noch einigermassen mobil sind und Gemeinschaft statt Isolation suchen. Ideal ist diese Wohnform für Personen, die Tiere mögen, Kontakt zur Natur schätzen und sich gerne sinnvoll einbringen möchten. Viele Bewohner haben einen Bezug zum Landleben und wollen weiterhin Verantwortung übernehmen. Für Menschen, die bereits umfassende pflegerische Unterstützung benötigen, ist diese Wohnform weniger geeignet.
Q3. Mit welchen monatlichen Kosten muss man bei einer Bauernhof-WG rechnen? Die Kosten variieren je nach Lage und Ausstattung. Die Miete für ein WG-Zimmer liegt zwischen 500 und 800 Euro, hinzu kommen Verpflegungs- und Gemeinschaftskosten von 200 bis 400 Euro. Insgesamt bewegen sich die monatlichen Kosten zwischen 1.000 und 1.800 Euro, wobei Miete, Pflege und Mahlzeiten oft bereits inkludiert sind. Bei Bedarf einer 24-Stunden-Betreuung erhöhen sich die Kosten auf etwa 2.200 Euro monatlich.
Q4. Wie sieht der typische Alltag in einer Senioren-WG auf dem Bauernhof aus? Der Alltag folgt einem natürlichen Rhythmus mit vielfältigen Aufgaben: morgens Hühner füttern, Kräuter aus dem Garten holen oder Spaziergänge durch die Streuobstwiese. Jeder Bewohner bringt sich nach seinen Fähigkeiten ein – vom Stallausmisten über Gartenarbeit bis zur Mithilfe im Haushalt. Das Zusammenleben in der Gemeinschaft bietet Struktur, fördert soziale Kontakte und schafft eine vertraute, familienähnliche Atmosphäre.
Q5. Wo findet man Senioren-WGs auf Bauernhöfen in der Schweiz? In der Schweiz gibt es mehrere Bauernhof-WGs, beispielsweise die Aemisegg in St. Peterzell SG, den Gemeinschaftshof Niederweningen oder die Hofgemeinschaft Alma Verde in Herolfingen BE. Hilfreiche Anlaufstellen bei der Suche sind Care Farming Schweiz, lokale Seniorenbeauftragte der Kommunen sowie bestehende Betriebe, die über ihre Erfahrungen informieren können. Eine frühzeitige Recherche ist empfehlenswert, da die Nachfrage stetig steigt.

